Auftragnehmer sorgt mit einem Potain Igo T 130 bei einem Projekt für mehr Produktivität

Quality Buildings entsandte den selbstmontierenden-Turmdrehkran zu einer schwierigen, beengten Baustelle in der Innenstadt von Allentown. Die damit verbundenen Probleme konnten dank der Flexibilität des Krans bei Transport, Rüstung und Betrieb gelöst werden.


Bildnachweis: www.citycenterallentown.com

Beim Bau eines vierstöckigen Gebäudes im Zentrum von Allentown, Pennsylvania, hat man den Eindruck, ein Potain-Turmdrehkran sei im Innenhof vom Gebäudekomplex, an dessen Entstehung dieser mitwirkt, eingeschlossen. Tatsächlich ist das aber eine konstruktionstechnische Illusion, die zeigt, wie ein Auftragnehmer, Quality Buildings, seinen gesamten Bauprozess mithilfe von Selbstmontagekranen neu interpretiert.


Allentown, das ca. eine Autostunde von Philadelphia entfernt liegt, wurde einst von Billy Joel in einem gleichnamigen Hit über den Absturz der regionalen Stahlindustrie, verewigt. Vierzig Jahre später hat sich Allentown, als eine der am schnellsten wachsenden Städte in Pennsylvania und im ganzen Land, zu einem Fertigungs- und Technikzentrum etabliert.


Die Hive Residences, sind Wohnkomplexe, bestehend aus 256, die aus zwei identischen Objekten mit Mehrfamilienwohnungen und Einzelhandelsflächen bestehen wird. Das Bauvorhaben gilt als ein städtisches Nachverdichtungsprojekt, bei dem der weiteren Zersiedelung durch die Neuerschließung von unbebauten Grundstücken in vorhandenen Wohnvierteln, Einhalt geboten werden soll.


Design und Lage des Projekts im historischen Bezirk der Stadt stellten für konventionelle, am Stockbau orientierte Auftragnehmer, eine enorme Herausforderung dar. Als Subunternehmer, entschieden sich die Verantwortlichen für den Rohbau, für Quality Buildings. Ein wesentlicher Punkt für diese Entscheidung, war dessen Kostenvoranschlag einen der einen Selbstmontage-Turmdrehkran Potain Igo T 130 beinhaltete.



„Es gab einfach keinen anderen Kran, der unter diesen Bedingungen funktionieren würde“, sagte Elmer Zook, Präsident von Quality Buildings. „Wegen der beengten Platzverhältnisse vor Ort und des begrenzten Ablageplatzes für Bedarfsmaterial, errichteten wir den Turmdrehkran kurzerhand mitten im Gebäude. Somit können wir den ganzen Bauplatz von einer zentralen Position aus erreichen. Wir können Bedarfsmaterial von am Straßenrand geparkten LKWs abladen und es genau dort im Gebäude ablegen, wo es gebraucht wird.“


Quality Buildings in Lancaster, Pennsylvania, lieferte ein schlüsselfertiges Rohbaupaket mit vorgefertigten Wandplatten sowie Dach- und Bodenbindern. Dank der Aufnahme von Selbstmontage-Turmdrehkranen in seinen Kranpark kann das Unternehmen jetzt ganz anders an neue Projekte herangehen.


Eine unsachgemäße Handhabung des Ablagebereichs auf einer Baustelle, kann für die Effizienz eines Bauvorhabens außerordentlich schädlich sein. Das Gerangel unter mehreren Subunternehmern bei engen Platzverhältnissen kann Engpässe und Ineffizienzen verursachen. Quality Building erkannte, dass ein Selbstmontage-Turmdrehkran der Schlüssel zu einer Überholung sämtlicher Arbeitsabläufe war. Das Unternehmen beendete sein Engagement im Stockbau und produziert jetzt vorgefertigte Wand-, Binder- und Dachkomponenten in seinem Werk außer Haus. Jedes Bündel wird nummeriert; die einzelnen Kits werden dann zum Einsatzort transportiert, wo sie vom Potain-Kran sofort platziert werden können. Zook geht davon aus, dass sein Unternehmen Projekte jetzt um 30 % schneller und mit etwa 25 % weniger Arbeitern ausführen kann als bei Anwendung der herkömmlichen Methoden des Stockbaus.



Kleine Stellfläche, große Reichweite


Die mit einem Selbstmontage-Turmdrehkran verbundenen Kosten lassen sich mit seinen Fähigkeiten und seinen Transport- und Rüstungsvorteilen rechtfertigen.


Für dieses Projekt setzt Quality Buildings einen Igo T 130 ein. Der Kran hebt 3,6 m x 2,4 m x 2,7 m große Rahmenwandbündel, von denen jedes über 1360 kg wiegt, auf eine Höhe von bis zu vier Stockwerken.


„Ein konventioneller Teleskoplader kann für bis zu drei Stockwerke eingesetzt werden. Größere Höhen stellen ihn beim Heben derartiger Lasten vor größte Probleme. Ein weiterer Vorteil des Potain-Krans ist seine große Reichweite: Das Material kann punktgenau dort auf dem Fußboden platziert werden, wo es gebraucht wird, also nicht irgendwo am Rand, von wo es dann von Hand an die richtige Position gebracht werden muss“, so Zook weiter. „Selbstmontagekrane sind auch eine deutlich kostengünstigere Lösung als Obendreher Turmdrehkrane, insbesondere für kleine bis mittelgroße Auftragnehmer.“


Der Igo T 130 ist Potains größter Selbstmontage-Turmdrehkran, begnügt sich aber mit einer Stellfläche von bescheidenen 4.5 m x 4.5 m. Mit verschiedenen Auslegerkonfigurationen kann der Kran auf eine Höhe von 38,5 m teleskopiert werden; seine maximale Tragfähigkeit beträgt 8 Tonnen.


Quality Buildings machte sich die gute Transportfähigkeit des Krans zunutze, der mit seinem einklappbaren Ausleger auf einem einzigen Auflieger Platz findet. In Abstimmung mit den Projektingenieuren ließ das Unternehmen absichtlich einen 3,6 m breiten Innenhofausgang durch einen Torbogen, unvollendet. Nach Abschluss der Bauarbeiten auf den oberen Stockwerken wurde der demontierte Kran dann, durch diesen Torbogen ins Freie manövriert.


„Die Baustatiker konstruierten Binder zum Überbrücken der Öffnung, sodass wir oberhalb des Torbogens weiterbauen konnten“, so Zook.


Folglich musste der Kran in keine zweite Position gebracht werden, und es stand rundum mehr Platz zur Verfügung.



Ein Kran für ein grüneres und effizienteres Bauen


Diese Zeit- und Kosteneinsparungen sind, so Chad Jacobs, Turmdrehkranspezialist beim regionalen Potain-Händler Stephenson Equipment, das, was einen Potain-Selbstmontagekran besonders auszeichnet. Auch wenn die Akzeptanz von Selbstmontage-Turmdrehkranen in Nordamerika eher schleppend ist, lässt sich infolge des verstärkten Arbeitskräftemangels und des derzeitigen Auftragsrückstands, ein Klimawechsel beobachten.


„Ein Selbstmontagekran eignet sich nicht für jedes Projekt. Als Auftragnehmer müssen wir verstehen, wie er sich für unseren Betrieb am besten einsetzen lässt und wie seine Miet- oder Anschaffungskosten in unsere Kostenvoranschläge einfließen“, sagte er. „Für Auftragnehmer erfordert das ein gewaltiges Umdenken.“


Ein Beispiel: Statt Mietkrane eine Woche vor Beginn eines Projekts anzuschaffen, muss die Planung sechs oder sieben Monate vor der Angebotsphase beginnen. Wenn ein Auftragnehmer sich einen Potain zulegt, muss er sein Spezialgebiet neu bewerten. Was Quality Buildings betrifft, haben wir unsere Prozesse neu ausgerichtet und konnten uns selbstbewusst für größere Projekte bewerben, als das andernfalls möglich gewesen wäre.


Jacobs arbeitet individuell mit seinen Turmdrehkrankunden an der Planung von Angeboten und Projekten, um ihnen die bestmögliche Investitionsrendite zu bieten. Für Zook ist die Partnerschaft seiner Firma mit Jacobs und Stephenson in den letzten vier Jahren von größtem Wert. Die Potain-Selbstmontagekrane haben Quality Buildings auch zu zusätzlichen Einkommensströmen verholfen, etwa durch die Vermietung des Krans an andere Subunternehmer auf der Baustelle, wo sie Treppentürme, Decks und dünnwandigen Stahl platzieren.


In dem Maße, in dem nachhaltige, „grüne“ Projekte für Bauträger an Bedeutung gewinnen, werden Selbstmontagekrane zu einem weiteren Pfeil im Köcher des Auftragnehmers. In

städtischen Umgebungen und Wohngebieten stellen der leise Betrieb und der vollelektrische Antrieb der Potain-Krane einen begrüßenswerten Kontrast zu den Abgasen, dem Lärm und dem Belästigungspotenzial anderer Maschinen mit Dieselmotoren dar.


„Man muss wissen, welche Probleme man zu lösen versucht“, so Zook. „Dieser Kran ist kein Universalprodukt, aber für bestimmte Projekte gibt es nicht viele Arten von Hebeeinrichtungen, welche die an sie gestellte Aufgabe so einfach erledigen wie ein Selbstmontage-Turmdrehkran der Marke Potain.“