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Eine vielversprechende Karriere bei Kranreparaturen

Néo Annel, ein gerade einmal 23-jähriger Potain-Turmdrehkrantechniker und Neuankömmling in der französischen Kranbranche, spricht über seinen bisherigen Weg und seine Erwartungen an die Zukunft.



Seit Antritt seiner ersten Stelle als Turmdrehkran-Kundendiensttechniker bei Manitowoc im Januar 2023 hat Néo Annel an seinem Standort in Dole, Frankreich, bereits zahlreiche Erkenntnisse zu dieser einzigartigen Industrie gewonnen. Er hat sich in kürzester Zeit mit den Grundlagen für den Erfolg in seinem Beruf vertraut gemacht und freut sich auf zahlreiche zukünftige Gelegenheiten, sein Wissen zu vertiefen und seine Karriere weiterzuentwickeln.

 

Bei einem Interview mit Looking Up sprach Néo über seine ersten Schritte in der Branche. Er malte sich seinen weiteren Berufsweg aus und erklärte, warum er anderen Berufsanfängern dazu rät, eine ähnliche Laufbahn ins Auge zu fassen.


 

Looking Up: Wann und wie haben Sie Ihren Weg in die Kranbranche gefunden?

 

Annel: Ich habe meinen Weg bei Manitowoc im Januar 2023 angetreten, nachdem mich ein Freund empfohlen hatte, der im Kundendienst von Potain tätig ist. Die besonders beeindruckenden Aspekte dieser Arbeitsstelle haben mich von Anfang an fasziniert. Ich habe aber auch festgestellt, dass diese Funktion ein gewisses Verständnis für das Tüfteln und Basteln erfordert. Das macht mir Spaß, und es passt auch gut zu meinen Fähigkeiten.


 

LU: Welche konkreten Aufgaben sind mit Ihrer derzeitigen Rolle verbunden?

 

Annel: Ich bin Kundendiensttechniker für Turmdrehkrane, insbesondere für GME-Obendreherkrane, und das heißt, dass ich für den effizienten und zuverlässigen Aufbau der Krane an ihrem Einsatzort zuständig bin. Zu diesen Aufgaben zählen das Ausladen und korrekte Platzieren der einzelnen Kranteile, das Koordinieren mit dem Hilfskran, der die einzelnen Komponenten anhebt und sichert sowie das Aufrüsten – all dies gemäß der relevanten Montageverfahren. Außerdem bin ich an den Betriebsfähigkeitsprüfungen des Krans beteiligt, also etwa an der Prüfung des CCS-Kransteuerungssystems, um vor der abschließenden Übergabe die ordnungsgemäße Funktion sicherzustellen. Momentan lerne ich den Aufbau von GMA-Selbstmontagekranen und habe vor Kurzem mit der Störungssuche bei Turmdrehkranen begonnen. Es macht mir große Freude, meine Kenntnisse und Fähigkeiten weiter zu verbessern, um als Krantechniker ein echter Allrounder zu werden.



 

LU: Was gefällt Ihnen an Ihrer Stelle als Turmdrehkrantechniker am meisten?

 

Annel: Ich habe in meiner täglichen Arbeitsroutine viele Freiheiten und kann sehr selbstständig arbeiten. Hinzu kommt, dass der Job absolut einzigartig ist und ich es mit spektakulären Produkten zu tun habe, die man sonst eher selten vorfindet. Die Größe und die Komplexität der Krane faszinieren mich unendlich und natürlich spielen sie im Baugewerbe eine entscheidende Rolle. Es erfüllt mich mit großer Zufriedenheit, die Krane auf der Baustelle einsatzbereit zu machen und zu ihrem reibungslosen Betrieb beizutragen.


 

LU: Was gefällt Ihnen an Ihrer Arbeit bei Manitowoc am besten?

 

Annel: In einem globalen Unternehmen wie Manitowoc profitiere ich von einem dynamischen Arbeitsumfeld, wofür ich sehr dankbar bin. Dank der internationalen Präsenz des Unternehmens komme ich mit einem größeren Spektrum von Projekten in Berührung und kann von Kollegen aus aller Welt lernen. Manitowoc legt großen Wert auf positive Arbeitsbedingungen, sodass ich mich jeden Tag voller Vorfreude auf den Weg zur Arbeit mache. Und was am wichtigsten ist: Das Unternehmen stattet uns mit allen Ressourcen aus, die wir brauchen, um erfolgreich zu sein. Das kann alles Mögliche sein, von den neuesten Werkzeugen und Ausrüstungen bis hin zu Schulungen und Unterstützung. Ich kann mich also ganz darauf konzentrieren, meine Arbeit effizient und effektiv auszuführen.


 

LU: Wie oft werden Sie geschult und zu welchen Themen? 

 

Annel: Was ich heute über GME-Obendreherkrane weiß, habe ich vor allem bei der Arbeit gelernt und zwar von erfahrenen Kollegen, die mich durch den Montageprozess geführt, mir Best-Practice-Ansätze gezeigt und meine Fragen beantwortet haben. Das Tempo dieses praxisorientierten Lernens ist von Person zu Person verschieden und die Dauer der Unterstützungsphase richtet sich ganz nach dem individuellen Lernfortschritt. Dieses Mentoring gewährleistet ein umfassendes Verständnis der Kranaufbauverfahren, Sicherheitsprotokolle und Feinheiten dieser bemerkenswerten Maschinen.

 

Zudem hat Potain an der Potain Academy ein neues Schulungsprogramm zum Kranaufbau eingerichtet, dessen Absolventen mit einem Diplom entlassen werden. Durchgeführt wird diese Initiative von einem französischen Syndikat in Kooperation mit Adecco, einer weltbekannten Unternehmensgruppe für Zeitarbeitslösungen. Die erste Schulungssitzung ist bereits abgeschlossen. Derzeit laufen in Frankreich die abschließenden Vorbereitungen für die Zertifizierung der zweiten Sitzung, an der Kranaufbaumonteure aus der Region teilnehmen können. Wichtig ist, dass dieses Diplom nicht nur auf Potain-Krane bezogen ist sondern, dass es sich dabei um eine allgemeine GME-Zertifizierung handelt. Ich halte das für einen bedeutenden Schritt hin zur weiteren Professionalisierung dieses wichtigen Berufs in unserer Branche!


 


LU: Welche wesentlichen Fähigkeiten brauchen Sie für eine erfolgreiche Laufbahn als Turmdrehkrantechniker? 

 

Annel: Man muss erfinderisch sein, gut mit den Händen arbeiten und die Risiken kritisch abwägen können, um bei neu auftretenden Situationen schnelle Entscheidungen zu treffen. Ebenso wichtig ist es, körperlich fit zu sein, weil man bei der Arbeit immer wieder schwere Gegenstände heben, klettern und unter schwierigen Bedingungen manövrieren muss. Für Turmdrehkrantechniker sind gewisse elektrotechnische Fähigkeiten besonders hilfreich, damit sie Probleme mit der elektrischen Anlage schnell diagnostizieren und lösen können.


 

LU: Was hoffen Sie, in Ihrer Karriere noch alles zu erreichen?

 

Annel: Ich hoffe, mir umfassende Erfahrungen auf meinem Gebiet anzueignen und mich zu einem versierten Krantechniker weiterzuentwickeln, damit ich auch an Einsätzen im Ausland teilnehmen kann. Es wäre eine tolle Sache, wenn ich meine Fähigkeiten durch die Arbeit an verschiedenen Kranmodellen, die Zusammenarbeit mit Kollegen und Kunden aus verschiedenen Ländern und internationale Reisen ausbauen könnte! Natürlich möchte ich irgendwann einmal auch die Karriereleiter erklimmen und  wenn sich die Gelegenheit dazu ergibt, mehr Verantwortung übernehmen, zum Beispiel Kranmontage- oder Reparaturteams leiten und dafür sorgen, dass Projekte reibungslos ablaufen.


 

LU: Würden Sie anderen jungen Menschen raten, eine Laufbahn in der Kranbranche in Betracht zu ziehen? Wenn ja, warum?

 

Annel: Absolut. Ich kann jungen Leuten diesen Beruf nur empfehlen. Bei dieser Arbeit kann man eine Menge lernen und viele lohnende Tätigkeitsfelder entdecken. Jeder Tag bringt spezielle Herausforderungen mit sich, sodass man kritisch denken und Lösungen entwickeln muss. Der Beruf ist ebenso kompliziert wie erfüllend und man bleibt bestens in Form! Es ist eine perfekte Laufbahn für alle, die gerne mit den Händen arbeiten, Probleme lösen und Teil von etwas Größerem sein möchten.

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