Stets für Sie da: Mario Candole

Manitowoc Crane Care Mitarbeiter halten Krane unserer Kunden auch auf den entlegensten Baustellen jederzeit am Laufen. In dieser Beitragsreihe stellt Looking Up technische Mitarbeiter vor, die weltweit zur Stelle sind, sollte ein Kran doch einmal fachmännische Unterstützung brauchen.


Wie heißen Sie und wie sieht Ihre Arbeit aus?

Mein Name ist Mario Candole und ich bin technischer Servicespezialist für Potain-Turmdrehkrane. Wo sind Sie stationiert und für welche Regionen sind Sie zuständig?

Ich bin in Singapur ansässig. Von hier aus decke ich hauptsächlich den asiatisch-pazifischen Raum ab und reise in Länder wie Vietnam, Thailand und Indonesien.

Wie lange sind Sie schon im Unternehmen und welche Jobs hatten Sie davor?

Von 1998 bis 2006 habe ich für Potain auf den Philippinen gearbeitet. Im Jahr 2006 habe ich mich nach Singapur versetzen lassen und bin dann hiergeblieben. Bevor ich bei Potain anfing, habe ich als Industrieelektriker für verschiedene Firmen gearbeitet. Gibt es Crane Care-Aufträge, die Ihnen besonders im Gedächtnis geblieben sind oder die besonders schwierig waren?

Eine der schwierigsten Aufgaben stellte sich mir 2003 in Sesan, einer abgelegenen Bergregion in Vietnam. Dort unterstützte ich die Montage von zwei MD2200 Potain Turmdrehkranen für Spezialanwendungen, die zum Heben von Schalungen und Bewehrungsstahl, sowie zum Gießen von Beton bei einem großen Staudammprojekt eingesetzt werden sollten. Die Krane waren enorm groß. Ihre Tragfähigkeit am Ende der 80 m langen Ausleger belief sich auf eindrucksvolle 22 t, und der Kunde brauchte die Krane rund um die Uhr. Die Montage hat einiges an Arbeit gekostet! Abgesehen von der Größe der Krane galt es auch, ein gewisses Sprachproblem am Einsatzort zu bewältigen. Dieser war nämlich derart abgelegen, dass sich kaum Mitarbeiter fanden, die englisch sprachen. Wir waren also auf eine sorgfältige Zusammenarbeit angewiesen und mussten noch mehr als sonst auf Details achten, um eine reibungslose Kommunikation zwischen allen Mitgliedern des Teams sicherzustellen. Das ist ein ganz wichtiger Aspekt, weil einfach gewährleistet sein muss, dass die Montagearbeiten reibungslos und sicher vonstattengehen.

Inwiefern erleichtert Manitowocs Engagement für Innovation Ihnen die Arbeit?

Wir profitieren enorm von all den neuen Entwürfen, die unsere außerordentlich begabten Ingenieure hervorbringen. Der eigentliche Schwerpunkt liegt auf der Suche nach weniger komplizierten Verfahren für die Fehlersuche bei elektrischen und elektronischen Problemen, was für die Maximierung der Produktivität am Einsatzort außerordentlich wichtig ist.

Derzeit sehen wir großes Kundeninteresse an unserem MCT 565, dem leistungsstärksten Potain-Topless-Kran in Asien. Aus Anwendersicht ist das leicht zu verstehen: Dank der eigens entwickelten Anschlagpunkte und Transporthalterungen am Hilfs- und Gegenausleger lässt sich der Kran am Standort viel einfacher in eine kompakte Transportkonfiguration bringen. Nach seiner Ankunft am Einsatzort kann der ganze 80-m-Ausleger bei Bedarf in einem einzigen Vorgang angehoben werden. Hinzu kommt, dass keine Komponente mehr als 12,8 t wiegt, was die Wahl eines Hilfskrans erleichtert. Der einklappbare Gegenausleger beschleunigt den Aufbau, und dank des Plug-and-Play-Designs entfällt weniger Zeit auf die Kabineninstallation.

Wenn auf einer gut geführten Baustelle alles an Ort und Stelle ist, können wir die Basisversion des MCT 565 in weniger als zwei Tagen zusammenbauen, was für einen Kran dieser Größenordnung durchaus beeindruckend ist.

Was macht Ihnen bei Ihrer Arbeit als Techniker die größte Freude?

Ich arbeite sehr gerne als Krantechniker, weil diese Tätigkeit so gut zu meiner Ausbildung passt. Außerdem bietet mir der Beruf zahlreiche Möglichkeiten, mit Menschen aus aller Welt zusammenzuarbeiten, die ähnliche Interessen haben. Gemeinsam können wir unsere Ideen und Erfahrungen bündeln und unseren kollektiven Wissensstand ausbauen. Intern gilt für uns das Motto ‚Kunden kaufen Potain wegen des Supports‘. Es ist eine große Verantwortung, dafür zu sorgen, dass wir die erste Wahl und die bevorzugte Marke für Kunden rund um den Globus bleiben. Wir empfinden das aber auch als bereichernd, und unsere Arbeit macht uns stolz.


Was machen Sie, wenn Sie nicht gerade Krane unserer Kunden reparieren?

Ganz ehrlich: Meine Arbeit ist mein Hobby! Es macht mir sehr viel Spaß, unsere Kunden bei technischen Fragen zu unterstützen. Abgesehen davon versuche ich einfach, mich regelmäßig mit meiner Familie zu treffen, wann immer wir füreinander Zeit haben.