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Kamera ab!

Ohne die Grove AT-Krane von Lee Lifting müssten die Pinewood Studios ohne viele der eigentlich unverzichtbaren Elemente des Filmemachens auskommen. Looking Up begibt sich hinter die Kulissen und spricht mit einem renommierten und etablierten Lieferanten von Hubdienstleistungen für die britische Filmindustrie.



Wer behauptet, für Mobilkrane gäbe es in der modernen Filmbranche keinen Platz? Ganz im Gegenteil: Die von den nahegelegenen Pinewood Studios angebotenen Einsatzmöglichkeiten regten Lee Whitmore 1981 dazu an, seinen ersten Kran zu kaufen, sich als Alleinunternehmer zu etablieren und im englischen Middlesex unter dem Namen Lee Lifting eine Firma zu gründen.


Einer seiner ersten Aufträge war der Blogbuster Superman, und noch heute, also über 40 Jahre später, ist die Film- und Fernsehbranche die wichtigste Einnahmequelle für das Unternehmen und seine 37 Beschäftigten. Daneben nimmt Lee Lifting natürlich auch eher traditionelle Aufträge an, wie die meisten Anbieter von Hubdienstleistungen.


„Wir haben seitdem bestimmt Tausende von Produktionen unterstützt, von großen Film-Franchises wie Harry Potter bis zu Werbespots im Fernsehen und dem David-Blaine-Spektakel, als der Magier 44 Tage lang in einer Glasbox über der Tower Bridge hing“, sagte Jody Whitmore, Geschäftsführerin bei Lee Lifting. „Egal welcher im Vereinigten Königreich gedrehte Film Ihnen gerade einfällt – die Wahrscheinlichkeit, dass wir irgendwie daran beteiligt waren, ist ziemlich hoch!“


Zwei AT-Krane von Grove, ein GMK5150L und ein GMK3060, sind die derzeitigen Stars des Kranparks von Lee Lifting. Sie sorgen dafür, dass die Produktionen in vielerlei Hinsicht im Zeitplan bleiben. Das Ganze beginnt mit den mehr oder weniger zum Standard gehörenden Aufgaben beim Kulissenbau und der Unterstützung des Produktionsbetriebs, z. B. dem Transport von Frachtcontainern, Kulissenteilen und Ausrüstung. Alle diese Arbeiten werden unter Beachtung derselben Vorschriften ausgeführt, die auch für Bauprojekte gelten.



Sobald die Dreharbeiten beginnen, werden die Krane häufig für Beleuchtungszwecke in der Luft eingesetzt, zum Beispiel für die Positionierung von Sonnenblenden.

Außerdem werden sie häufig zum Bewegen von Requisiten während des Drehs eingesetzt, wie zum Beispiel für Stunts in der Luft, also kontrolliertes Fallen und Fliegen und für das Aufstellen von hohen/beweglichen Kameras eingesetzt.


Weil Dreharbeiten meist außerordentlich kostspielig sind, insbesondere an Originalschauplätzen entlang innerstädtischen Straßen und an Wahrzeichen, die nur für kurze Zeit gesperrt werden können, sind Verzögerungen eigentlich nie akzeptabel. Wegen ihrer hohen Zuverlässigkeit und ihrer schnellen und einfachen Inbetriebnahme haben GMK-Modelle somit einen enormen Vorteil. Hinzu kommen die von Lee intern entwickelten Anbauteile für die Befestigung der verschiedensten Beleuchtungen, Kameras und Seilzugsysteme an seinen Kranen, um die unterschiedlichen Anforderungen der Projektbeteiligten zu erfüllen. Und nicht zuletzt verfügt Lee über langjährige Erfahrungen auf diesem Gebiet. All dies sorgt für einen reibungslosen Betrieb.


„Anfangs galt für Lee das Motto ‚Wir tun, was nötig ist, um den Auftrag zu erledigen‘, und als Alleinunternehmer war er bereit, bis an die Grenzen des Möglichen zu gehen“, so Whitmore. „Die Beziehungen, die er innerhalb der Branche knüpfte, hielten ihn viele Jahre über Wasser, während er seinen Kranpark erweiterte und neue Bediener einstellte. Er gewann ebenso umfassende wie einzigartige Branchenerfahrungen, die er an die nachfolgenden Generationen weiterreichte, sodass wir heute immer komplexere Aufträge für noch größere und noch bessere Filmsequenzen annehmen können.“


Die größten Herausforderungen sind in der Regel die bekannten Franchise-Filme mit ihren größeren Budgets, die den Regisseuren immer waghalsigere Stunts ermöglichen. Natürlich verdanken wir diesen Produktionen auch einige der unvergesslichsten Szenen.



„Für Casino Royale mussten wir unseren Grove GMK5100 von England über Jacksonville und Miami bis zu den Bahamas transportieren, wo er dann auf ein weiteres Schiff nach Nassau verladen wurde“, erzählte Whitmore. „Eine seiner ersten Aufgaben bestand im Aufbau eines Turmdrehkrans, der in der Anfangsszene eine wichtige Rolle spielen würde. Wir mussten u. a. eng mit den Kamera- und Stuntteams zusammenarbeiten, um die unglaublichen Verfolgungsjagden abzudrehen, die das Publikum dann in weniger als zwei Minuten zu sehen bekommt.“


Meistens jedoch erscheinen die Krane von Lee Lifting auf der Leinwand eher als Komparsen und weniger als die großen Stars – sofern man sie denn überhaupt zu sehen bekommt. Noch einmal Whitmore: „Unsere Krane werden manchmal gefilmt, wenn sie für Werbespots irgendetwas fallen lassen; meistens aber werden sie für den Aufbau der Kulisse eingesetzt oder während des Drehs von der Kamera nicht erfasst. Hin und wieder sind unsere hellgrünen Krane aber auch als Teil der Action zu sehen – aber hoffentlich nicht, wenn ein Historienfilm gedreht wird! Unser Name wird normalerweise zwar ausgeblendet, aber wenn Sie unsere Lackierung sehen, dann wissen Sie auch, dass es sich um ein Gerät von Lee Lifting handelt.“

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