Lean Manufacturing: Schlanke Produktion transformiert Bau von Potain-Kranen in China

Seit ein paar Jahren wird im Manitowoc-Werk in Zhangjiagang (China) nach den Prinzipien von The Manitowoc Way gearbeitet. Seitdem hat sich die Produktionsqualität verbessert und das Werk baut noch zuverlässigere Potain Turmdrehkrane. Wir nehmen einige der Veränderungen unter die Lupe, die diesen Erfolg möglich gemacht haben.



In China baut Manitowoc schon seit mehreren Jahrzehnten Krane. Das jüngste Werk wurde 2006 in Zhangjiagang eröffnet. Seitdem werden dort sämtliche Potain-Turmdrehkrantypen gebaut. Zhangjiagang fertigt insgesamt 19 Krantypen, darunter Topless-Krane, Hammerkopfkrane und Krane mit Verstellausleger sowie hydraulischem Hilfsausleger.


Das Werk Zhangjiagang war zum Zeitpunkt der Eröffnung mit einer Produktionsfläche von mehr als 56 000 m2 eines der fortschrittlichsten Turmdrehkranwerke weltweit. In den letzten beiden Jahren durchlebte der Standort durch die Implementierung von The Manitowoc Way einen weiteren Aufschwung.


Seit 2016 ist The Manitowoc Way hier Leitprinzip und beinhaltet den Fokus auf eine schlanke Produktion (Lean Manufacturing), die schnelle Entwicklung neuer Produkte und einen erstklassigen Kundendienst – immer mit dem Ziel einer hohen Kundenzufriedenheit.


Um in Zhangjiagang schlanke Produktionsprozesse etablieren zu können, musste das Team im chinesischen Werk verschiedene Änderungen am Werkslayout, der Prozessplanung sowie der Ausstattung vornehmen. Bei Lean Manufacturing geht es im Wesentlichen darum, möglichst jede Form von Verschwendung zu vermeiden und mit einem sauberen und gut organisierten Arbeitsumfeld die Produktivität zu steigern. „Geschwindigkeit und Innovationsfähigkeit sind Dreh- und Angelpunkt unserer Arbeitsweise. Das zeigt sich in Zhangjiagang überall“, berichtet Brian Wang, Manitowocs Senior Vice President für die Region Asien/Pazifik. „Dank der Prinzipien von The Manitowoc Way konnten wir ständige Verbesserungen vornehmen.“



Das Team in Zhangjiagang stellte in den vergangenen vier Jahren mit Dutzenden Neuerungen den Fertigungsprozess um – hier sind drei Beispiele:


Neu strukturierter Produktionsbereich:

  • Eine Maßnahme des Teams in Zhangjiagang war die Reorganisation der Produktionshallen. Nach der Umplanung müssen die Bauteile jetzt 2,5 km weniger transportiert werden. Außerdem wurden dadurch 4500 m2 Hallenfläche frei. Auf dem Standort wurde auch die Ausleger-Montagelinie überarbeitet. Dort stehen jetzt neue Schweißroboter sowie eine neue Linie für den Bau von C-Mastabschnitten.


Neuorganisation des Warenlagers:

  • Die Umstrukturierung des Warenlagers durch das Team wirkte sich positiv auf das Materialhandling und die Materialwege aus. Seitdem ist der Warenfluss besser an den Bedarf angepasst. Am Ende dieser Maßnahme standen 500 m2 frei gewordene Fläche und kürzere Transportwege für die Teile. So werden jetzt beispielsweise die Kabinen an anderer Stelle im Lager aufbewahrt. Nach der Umgestaltung der Montagelinie können die Kabinen in unmittelbarer Nähe der Station bereitgehalten werden, an der sie an den Kran montiert werden.


Modernisierung der Lackieranlage:

  • Um Stromkosten zu sparen und die Zyklen zu verkürzen, wurden in Zhangjiagang Verbesserungen in der Lackiererei vorgenommen. Mit der Umstellung auf Dreischichtbetrieb und der Zusammenführung aller Prozesse in eine zentrale Lackieranlage konnte der Auslastungsgrad gesteigert werden. Pro Tag wird mit ca. 600 kW weniger Stromverbrauch gerechnet und das Team geht davon aus, dass dadurch jährlich ca. $ 21.000 eingespart werden.



Diese Verbesserungen sind zwar beeindruckend, stellen aber nur eine kleine Auswahl der insgesamt erzielten Fortschritte dar. Sie alle haben gemeinsam, dass sie zu noch zuverlässigeren Potain Kranen beitragen, die auch in Zukunft die Nr. 1 auf dem Markt sind. Das Team in Zhangjiagang folgt auch weiterhin The Manitowoc Way und legt den Fokus auf ständige Verbesserung. Und so wartet schon die nächste Aufgabe.